Auferstehung der Tiere

in: Christ in der Gegenwart: 2015

Was ich uns wünsche

in: Kann man ein Geheimnis lieben? Edition Fischer, 2017

Notizen einer Fortschrittsverweigerin

in: Christ in der Gegenwart, 07.Juli 2018

  1. Der Zugang ins Jenseits wird von Jahr zu Jahr weniger steil
  2. Wenn wir kein geistliches Ziel vor Augen haben, stehen wir trotz immenser technischer Fortschritte auf dem Abstellgeleise
  3. dass man ohne Fernseher besser sehen kann: es gibt immer noch eine stattliche Anzahl wunderbarer Menschen die sich für das Gemeinwohl einsetzen
  4. als semi cattolico mangelt es mir an Überzeugungskraft und Feindesliebe
  5. dass im irdischen Verfall eines menschlichen Körpers, trotz Widersprüchen, Rosen blühen
  6. das grosse Lernen fängt erst an mit dem Schmerz

  7. der Schmerz, der mit blühendem Eifer überlebt und der Gesunde, der vor seinem Grab steht

  8. dass ich als Fortschrittsverweigerin in Freiheit meine Gedanken leben kann

  9. wir verbringen unsere Jahre wie ein grosses Geschwätz

  10. dass wir keine Wahl haben zwischen dem Nichts und dem Schmerz

  11. Es gehören zusammen das Kreuz und die Rose
  12. Für jenen Zustand der einen Menschen zu einem anderen macht gibt es im Spanischen einen schönen Begriff: transformación profunda
  13. dass ich den Stimmungen gegenüber meines Herzens nie die Hemmungsmöglichkeit vernachlässige

  14. dass mein Andenken an eine Liebe die nie war den Horizont von morgen beleuchtet
  15. die täglichen Fragen z.B.: "wir Freigelassenen der Schöpfung": Herder - "wir Gefangenen Gottes" (Luther) Was stimmt? oder: Wo ist Gottes Barmherzigkeit in dieser Welt?

  16. dass ich mir selbst jeden Tag Leitlinien für mein Handeln und Denken gebe, damit ich mich nicht in den Angeboten der materiellen Welt verliere

  17. dass das Gesetz wonach du angetreten (Goethe) für jeden Menschen stimmt und die Worte von C.G. Jung: ich weiss dass mir mein Weg von einer Hand vorgeschrieben wurde, die weit über mich hinausreicht

  18. jeden Tag zuschauen wie die Sonne vor meinem Fenster aufgeht, oder auch nicht: einfach schauen

  19. der wilde Wald, beinahe hätte ich mich in ihm verloren

  20. dass ich immer noch lernen kann: verurteile nie einen Menschen und halte nichts für Unmöglich
  21. dass das Leid dem Künstler das Göttliche in sich entlockt: die vollkommene Hingabe
  22. dass Bücher ein Leben verändern.
  23. ich habe in meinem Leben mehr gelesen als gelebt
  24. das wunderbare an der menschlichen Liebe ist ihr Verfallsdatum, das wunderbare an der himmlischen Liebe ist ihre Dauer
  25. dass gestern in Madrid kräftig unterstützt von Organisationen aus dem In- und Ausland gegen Stierkämpfe protestiert wurde: mehr als 40.000 Menschen nahmen teil

  26. das macht zwar meine Gegenwart nicht grossartig wie bei den Jungen, aber mein Sein lebendig

  27. wie berauschend der Wind in den Bäumen

  28. das einfache Leben ........

  29. dass die Vernunft nicht autonom ist, sie ist an das Denken gebunden, wie der Glaube an eine höhere Macht, wie die Liebe an das Göttliche
  30. du kannst ein Königreich besitzen und besitzt doch nichts als Leere, wenn Gottes Segen fehlt
  31. die Selbsterkenntnis schafft zur Selbstbestimmung, so können Kriege verhindert werden
  32. dass jede Menschwerdung mit einem Atemhauch Gottes beginnt, darin schon eingebettet ist eines jeden Menschen Schicksal
  33. die Toten sind die Hüter der Lebenden, man muss nur daran glauben, der Zweifel entfernt sie von uns
  34. dass wortgewandte, hochgebildete Theologen das Talent haben zu überzeugen, selber danach zu leben vermögen nur Wenige
  35. Gott hört die Gebete der Menschen, aber ER erhört sie nicht; das Gebet jedoch stärkt die Beziehung zwischen Gott und Mensch